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Religionsunterricht Grundschule
Religion in der Schule - warum konfessionsgebunden? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Eva Berberich, Theologin   
Montag, den 08. November 2010 um 00:00 Uhr

Vorab: Ein bekenntnisneutraler Unterricht kann nur Sachinformationen zu den einzelnen Konfessionen und Religionen geben. Das bedeutet: Es werden nur Informationen bereitgestellt, ohne einer Glaubensrichtung oder Weltanschauung einen Vorzug zu geben.


Im konfessionellen Religionsunterricht aber, der von einer speziell hierfür ausgebildeten Person gegeben wird, treffen die Schüler auf eine Person, die ihre eigene Glaubensüberzeugung vertritt und sich Tag für Tag in den Dialog mit ihren Schülern begibt. Diese Begegnung ermöglicht den Schülern eine Reflexion des eigenen Glaubens und der eigenen Weltanschauung und der Bildung eines persönlichen Profils.


Daher bietet der konfessionsgebundene Religionsunterricht gegenüber dem allgemein ausgerichteten Ethikunterricht eine deutlichere Profilierung. Durch die Auseinandersetzung mit Analogien und Differenzen in den verschiedenen Glaubensüberzeugungen kann die je eigene religiöse Identität gebildet werden.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 18. November 2010 um 12:47 Uhr
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Weitere Argumente für den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Eva Berberich, Theologin   
Dienstag, den 09. November 2010 um 00:00 Uhr

Neben dem grundsätzlichen Argument - "weil es im Grundgesetz verankert ist" - gibt es aber noch mehr Argumente für den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen.

 

Der Religionsunterricht nimmt die religiösen Fragen der Kinder ernst.

Auch wenn sich die Gesellschaft immer mehr von der Institution Kirche trennt, bleiben doch religiös motivierte Fragen: was ist Glück, was ist der Sinn des Lebens, warum gibt es Leid? Auch der Alltag ist nicht frei von religiösen Weltanschauungen. Die Religion gehört zu unserer Gesellschaft wie Politik und Wissenschaft. Aber wie soll man mit den Fragen des Lebens und der Vielfalt an Weltanschauungen umgehen? Hier bietet der Religionsunterricht eine Chance, den Kinder einen Zugang zu den verschiedenen Weltanschauungen zu schaffen, ihnen die verschiedenen Lebensweisen nahezubringen. So können sie auch einen eigenen Standpunkt, religiöse Toleranz und Dialogfähigkeit entwickeln.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 18. November 2010 um 12:47 Uhr
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Warum gibt es den Religionsunterricht in der Schule? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Eva Berberich, Theologin   
Mittwoch, den 10. November 2010 um 14:11 Uhr

Grundsätzlich gilt: Der Religionsunterricht an Schulen ist in Deutschland als einziges Unterrichtsfach in der Verfassung verankert (siehe Artikel 7, Absatz 3 des Grundgesetzes der BRD). Dort heißt es: "Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen [...] ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt."


Damit ist der Religionsunterricht an öffentlichen Schulen eine Zusammenarbeit von Staat und Kirche. Der Staat überwacht die Schulausbildung der Kinder, in Deutschland gemäß des Föderalismus speziell durch die einzelnen Kultusministerien der Bundesländer. Die Inhalte des Religionsunterrichtes werden von den Religionsgemeinschaften festgelegt. Der Staat verhält sich hierbei religiös neutral. Warum?


Das hängt erneut mit dem Grundgesetz zusammen: In Artikel 4 des Grundgesetzes ist die Gewissens- und Religionsfreiheit geregelt. Aber hier kann man gleich einhaken: Ist damit eine "Freiheit wovon" oder "Freiheit wozu" gemeint? Bedeutet die Religionsfreiheit eine Freiheit von der Religion oder die Freiheit zur freien Religionsausübung? Im Grundgesetz ist letzteres gemeint.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 18. November 2010 um 12:46 Uhr
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